Allgemein

Zur Alltagsrhetorik…..

​kling für mich ein wenig wie eine „Betriebsanleitung “

.
Die folgende Liste wurde frei von einer vom „National Center for Access Unlimited“ zusammengestellten Liste adaptiert: Quelle:

  1. Direkt zur Person sprechen, nicht zum Begleiter. Auch wenn die Person nicht hören kann. Die Person ernst nehmen.
  2. Erwachsene sollen als Erwachsene behandelt werden. Personen nur duzen, wenn man das auch sonst machen würde.
  3. Es ist in Ordnung, die Hand zu schütteln. Auch wenn es die linke Hand oder eine künstliche Hand ist.
  4. Wenn man mit einer visuell behinderten Person spricht, soll man sich identifizieren. In einer Gruppe, die angesprochene Person mit Namen ansprechen.
  5. Wenn man Hilfe anbietet, warten bis bestätigt wird, dass die Hilfe auch tatsächlich gebraucht wird und auf Anweisungen hören.
  6. Der Rollstuhl einer Person muss als Teil des Körpers betrachtet werden. Einen Rollstuhl nicht als Abstütze oder Ablege verwenden.
  7. Wenn jemand Mühe mit Sprechen hat, Geduld haben. Nicht den Satz für die Person fertig machen.
  8. Wenn jemand Krücken oder ein Rollstuhl hat, wenn mögich versuchen, sich in Augenhöhe zu plazieren.
  9. Beim Sprechen mit Hörbehinderten, die Person direkt anschauen. Langsam sprechen. Nicht gleichzeitig essen oder rauchen.
  10. Keine Angst vor einem Faux-Pax wie „Auf Wiedersehen“ zu einem Sehbehinderten, oder „Komm doch zu einem Sprung rüber“ zu einem Paraplegiker. Solche Dinge sind harmlos.



Fehlverhalten


Hier sind ein paar Beispiele von Fehlverhalten im Umgang mit Behinderten:

  1. Erna wird von ihrem Mann Rolf zum Arzt chauffiert. Das Arzpersonal spricht nicht mit Erna, sondern mit Rolf „Hat sich mit der Gesundheit von Erna etwas geändert?“ Fehler: Die Behinderte wird wie ein Kind bevormundet.
  2. Der Namen von Behinderten wird verwechselt. Sind zwei Behinderte zugegen, wo beide im Rollstuhl sind, wird der erste mit dem zweiten verwechselt. Fehler: Bei Behinderten ist eine Verwechslung schlimmer, weil bewusst gemacht wird, dass die Behinderung, nicht die Person im Vordergrund steht.
  3. Leute fragen Dinge, die sie nichts angehen, wie: „Warst Du schon immer so?“ Fehler: Die Behinderung wird ohne Grund zum Thema gemacht.
  4. Eine Behinderte wird über die Strasse geschleppt, obwohl sie gar keine Hilfe braucht. Fehler: Die behinderte Person wird nicht ernst genommen.
  5. Der Person wird gutmütig wird auf die Schulter geklopft, die Wange gestreichelt oder durch die Haare gestrichen, ohne dass man sie gut kennt. Fehler: Der Behinderte wird patronisiert.
  6. Eine altershalber langsamere Frau wird vom Personal geduzt, obwohl man sie gar nicht gut kennt. „Jöh, Marteli, hast Du heute gut geschlafen?“ Fehler: Das Duzen passiert auch im Umgang mit älteren Leuten. Erwachsene Personen sollen als erwachsene Personen behandelt werden.
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5 Kommentare zu „Zur Alltagsrhetorik…..

  1. Hilfreicher ist, jeden Menschen so zu nehmen wie er ist, ohne ihn direkt in eine Schublade zu stecken, ihn als Ganzes zu sehen, als einzigartiges, beachtenswertes Wesen. Warum unterscheiden wir zwischen behindert und nicht behindert, was ist normal, wo fängt ein Handicap an und wer bestimmt das? Ich wehre mich gegen eine solche Unterteilung und finde, dass wenn ich jedem Menschen respektvoll begegne, ihn so behandele, wie ich behandelt werden möchte, ihn unvoreingenommen nehme, wie er ist, dann benötige ich keine Listen. Wir haben es selbst in der Hand, also lasst uns entsprechend handeln!

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