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Ihr Fussgänger… 

seit für mich mal wieder ein Wunder. Vieles sieht bei euch so spielend leicht aus. Diesmal das Treppen steigen. Ihr macht das so selbstverständlich. Und ich kämpfe mit einer Stufe. Und im Kopf geht dann immer die Überlegung: Aufstehen, Gleichgewicht halten,  jetzt Fuss heben soweit das du auf die Stufe kommst. Wenn es dann nicht klappt stellt sich grosse Frustration ein. Aber komischerweise motiviert die Frustration mich es weiter zu versuchen 😃😃. Andere erobern Berge, ich Stufen, jeder fängt mal klein an. 😃😃😃

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39 Kommentare zu „Ihr Fussgänger… 

  1. Hallo, liebe Sandra.

    …Diese Sache mit dem „müssen“ und „die anderen“…

    Ich „müsste“ auch… und was ich alles „müsste“… Doch heute schaue ich genauer hin und frage öfter, ob ich das wirklich „muß“.

    Und manche, die sooo toll die Treppen rauf und runter laufen können, rutschen noch viel besser auf einer „Bananenschale“ aus….

    Und es gibt viele Bananenschalen; für jeden mehr als genug.

    Und es ist Deine Treppe; mach´ etwas daraus, oder lass es bleiben. 😉

    Ich wußte übrigens nicht, was es für Dich bedeutet, eine Stufe hochzugehen; wow!

    Das ist etwas!

    Und meine Herausforderung ist mein Steingarten.

    Da bin ich in den letzten Tagen wieder ganz viel unterwegs gewesen, mit meinem kleinen Eimerchen im Rucksack.

    Ich habe kein Auto. Und manche Steine und Pflanzen findet man genau da, wo kein Auto hinkommt. 😉

    Liebe Grüße,
    Frank

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    1. lieber Frank, ich sitz vor dem rechner und lese gerade deinen Text und muss sehr schmunzeln 🙂 über die Bananenschale ich glaub ich würde auch auf vielen schalen ausrutschen dafür hätte ich sicher grosses Talent. aber um auf die Treppe zurück zukommen ich werde natürlich was draus machen , genau wie du mit deinem Steingarten. aber der einsame kampf macht manchmal müde. Steine hätte ich übrigens auch zu bieten lg sandra

      Gefällt 1 Person

      1. Wir müssen jetzt nur noch herausfinden, wo sich Steine und Bananenschalen am Besten platzieren lassen, damit der Erfolg auch gesichert ist…

        Ahhh! … Harry weiß es!… Frag ihn!

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      1. Das finde ich auch immer wieder und ist überhaupt nicht doof, sondern ganz normal und menschlich… ich fühle mich ganz oft im Kreise anderer MS Kranker sauwohl (hört sich auch irre an, ist aber so 😉 ) wir halt…. LG

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  2. Liebe meinekleinechaoswelt,
    es wirkt befremdlich wenn du eine Person siehst die dein Handicape hat, weil du dich im Spiegel siehst. Es tut mir wirklich leid, dass was du siehst, bist nicht du. Du siehst einen Menschen, der ähnliche, fast gleiche für dich negativ Merkmale hat. Kein Mensch nimmt deine fehlenden Fähigkeiten wahr. Sie sehen dich. Nur dich. Dein Lächeln, deine Ausstrahlung, dabei bemerken sie nicht und fragen sich nicht wirklich, warum du in einem Rollstuhl sitzt. Du sitzt eben in einem Rollstuhl, wie ein anderer auf einem Fahrrad. Ein Rollstuhl ist ein Fortbewegungsmittel, weiter nichts. Ein Hilfsmittel. Ein Mittel um fehlende Fähigkeiten auszugleichen. Aber das Wesen, welches im Rollstuhl sitzt, ist mit keinem anderen auf dieser Welt zu vergleichen.
    Was würde sein, wenn du eine Treppe steigen könntest? Was würde sich deiner Meinung nach verändern. Ist das, was dann zwangsläufig passiert, von dir geplant und auch annehmbar.
    LG. Monika

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  3. Liebe Monika im grossen und ganzen hast du recht der Mensch zählt und nicht das mit dem er sich fortbewegt aber ich merke es oft an mir selbst daran das ich mich ungern im Spiegel ansehe oder es manchmal schwierig ist anderen Leuten beim Gespräch in die Augen zu schauen ich zwinge mich es zu tun weil ich weiss das das unhöflich und respektlos ist. Um auf deine Frage mit der Treppe zu kommen um baden oder duschen zu können muss ich eine Treppe mit 16 stufen hoch auf allen 4 und runter auf dem po und ich brauch dafür immer Hilfe und wenn ich es auf meinen Beinen am Geländer schaffen würde gäbe mir das wieder ein Stück Selbstständigkeit und ehrlich gesagt wird der Wunsch /verlangen nach Selbständigkeit immer grösser. Diese Abhängigkeit nervt einfach. LG Sandra

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    1. Liebe meinekleinechaoswelt, Liebe Sandra.
      Den Schrei nach Unabhängigkeit, habe ich gehört. Ich lese ihn, seit ich Gast auf deiner Seite bin. Um du SELBST zu sein, musst du nicht beweisen, eine Treppe zu steigen, sondern du musst eine Lösung finden, wie du die Treppe nehmen kannst, ohne dir zu beweisen, dass es unmenschlich ist, etwas zu tun, was nicht möglich ist. Selbstständig, heißt nicht nur selbst zu stehen, sondern auch für sich einzustehen. Das heißt für mich, ich muss lernen meine Grenzen zu akzeptieren und diese aber auch erkennen. Für mich ist es menschenunwürdig eine Treppe zu kriechen. Du bist kein kleines Kind mehr, wo es mit zum täglichen Training gehörte. Du bist eine Frau und deine Leute, sehen sehr wohl was dir fehlt. Die Frage ist nur, wie kommst du mit ihnen ins Gespräch, ohne sie zu verletzen. Vielleicht möchtest du nun nicht mehr mit mir reden, wenn ja du kennst meine E-mailadresse.
      LG. Monika

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