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Ich bin geschockt… 

Ich sitze gerade ungläubig vorm TV und weiss nicht ob ich heulen soll oder vor Wut schreien soll. Auf RTL läuft gerade Reporter undercover Team Wallraff deckt auf. Wenn ich darüber nachdenke das ich irgendwann auch in so ein Wohnheim muss. Hab ich jetzt schon Angst.

Was die RTL-Reporterin bei ihren Recherchen erlebt und dokumentiert, ist teilweise schockierend und beinahe menschenverachtend: Schutzbefohlene, die von offenbar gleichgültigem Fachpersonal gedemütigt, respektlos herumkommandiert und verspottet werden. Wehrlose Menschen, die völlig willkürlich mit Stubenarrest oder Essensentzug abgestraft werden, weil sie sich mit ihrer Behinderung oft nicht so verhalten können, wie es die genervten Betreuer gerne hätten.

http://www.rtl.de/cms/team-wallraff-in-einrichtungen-fuer-menschen-mit-behinderung-was-passiert-wenn-keiner-hinsieht-4088154.html

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28 Kommentare zu „Ich bin geschockt… 

  1. Habe ich auch ein wenig gesehen, da kann einem nur schlecht werden! Ich frage mich dann oft, warum erlernt ein Mensch überhaupt so einen Beruf für den er so gar keine Berufung hat! Es ist grausig zu sehen, wie da behinderte Menschen bestraft werden, weil man von ihnen Dinge erwartet, die sie auf Grund der Behinderung gar nicht KÖNNEN! Das muss man sich mal reinziehen…

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  2. Liebe Sandra,

    wenn Wallraff recherchiert hat, stimmt es. Ich muß mir die Reportage deshalb nicht anschauen.

    Vor vielen, vielen Jahren habe ich mir von ihm das Buch gekauft: „Der Mann, der bei Bild Hans Esser war.“

    Und ich habe im sozialen Bereich gearbeitet und genau deshalb oft gewechselt, weil die Zustände an bestimmten Arbeitsplätzen für mich unerträglich waren.

    Mittlerweile ist fast alles Markt, wasim sozialen Bereich passiert und Menschlichkeit ist ein „knappes Gut“ geworden, wie man das marktwirtschaftlich formulieren würde; erschwinglich nur für Menschen mit Geld, Macht, Prominenz…

    Wer etwas menschenwürdiges erwischt, ohne diesen Status, hat verdammt Glück gehabt.

    Die Nische liegt tatsächlich in der eigenen Wohnung, oder privaten Wohngemeinschaft, wo dann ein Pflegedienst vorbeikommt, der, selbst wenn er schlecht ist, auch bald wieder verschwindet.

    Meine Wohnung ist rollitauglich, alle wichtigen Wege sind kurz und es hält ein Bus vor der Tür. Muß ich mehr erklären?

    Liebe Grüße,
    Frank

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      1. das ist ein faszinierendes, wenn auch schreckliches Thema, wie in abgeschlossenen Räumen ohne Kontrolle von außen die Dinge entgleisen können und eine Spirale der Gewalt entsteht.
        Ich weiß nicht, ob und wann der gesamte Beitrag gesendet werden wird – Du wirst sicher darauf hinweisen, weil es an mir sonst bestimmt vorbeigeht – helfen kann da nur : größere Wertschätzung der Pflegeberufe, mehr Zeit, vor allem aber der ständige Blick von außen hinein. Da gibt es zu, Beispiel Supervision, regelmäßige unabhängige Kontrollen usw. Aber sämtliche Entgleisungen verhindern wird das wohl auch nicht können 😦

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  3. Stimmt durchaus das DAS nicht schön ist. Aber es ist nicht überall so. Das was in dem Beitrag gezeigt wird sind Ausnahmen. Die es leider Gottes gibt. Es gibt aber auch WGs in denen es anders läuft. Zumindest in unserer. Da läuft es alles andere als so. Und bis jetzt hatten wir noch nie Mitarbeiter die Bewohner unter der Gürtellinie behandelt haben. Und selbst dann sind die schneller gegangen wie sie gekommen sind.

    Man kann es nicht verallgemeinern. Weil eben nicht alle so sind. Sondern nur ein paar Ausnahmen.

    Natürlich kann es sein, das mal jemand nen „Anpfiff“ kassiert. Meist aber nur dann wenn es wirklich gerechtfertigt war. Und essensentzug oder ins Zimmer einsperren gibt’s bei uns garnicht.

    Aber ich denke du wärst, meiner Einschätzung nach, eher eine Kandidatin für den Ambulanten Bereich:-) 😉

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      1. Ja wie gesagt leider gibt’s Einrichtungen wo die Mitarbeiter so drauf sind. Aber es gibt auch die „guten“ Wenn man es so sagen kann. In den „guten“ wären solche Mitarbeiter wirklich sehr schnell wieder arbeitslos.

        Ambulanter Bereich ist ne nette Sache. Zum einen kommt der pflegedienst regelmäßig zum anderen hat man auch gewisse betreuungsstunden die man sich einteilen kann. Aber trotzdem lebt man eigentlich in der eigenen Wohnung. Du könntest auch übers persönliche Budget gehen. Da kannst du dir selber dein benötigtes Personal „einkaufen“ und selber entscheiden wen du haben willst:-)

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